Nachhaltiger europäischer Paketumschlag – im EuropeanEcoHub in Essen

Es ist der zweitgrößte Standort der GLS in Deutschland – und dazu einer der nachhaltigsten. Am 28. September 2020 hat GLS das neue EuropeanEcoHub in Essen vorgestellt – im Beisein von Prof. Dr. Andreas Pinkwart, Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen. GLS investierte in den innovativen Bau insgesamt rund 15 Millionen Euro und schafft um die 300 Arbeitsplätze.

Aktuell lassen sich hier bis zu 75.000 Pakete täglich umschlagen. Bei Bedarf lässt sich der Standort erweitern und erreicht dann eine Tageskapazität von bis zu 200.000 Sendungen. Das EuropeanEcoHub ist zum einen wichtig für den Kapazitätsausbau der GLS im Ruhrgebiet: Das Zustellgebiet reicht von Gladbeck bis Mühlheim-Ruhr und von Duisburg bis Bochum und entlastet damit die GLS-Standorte in Wesel und Dortmund.

„Mit seiner zusätzlichen Europa-Hub-Funktion ist Essen gleichzeitig ein wichtiger Baustein in unserer internationalen Infrastruktur“, erklärt Dr. Karl Pfaff, Vorsitzender der Geschäftsführung der GLS Germany. Der Standort dient als europäische Drehscheibe – insbesondere zwischen Deutschland und den Benelux-Ländern – und sichert schnelle internationale Laufzeiten. „Darüber hinaus setzt der Standort im Rahmen unseres GLS KlimaProtect-Programms ganz neue Standards.“

Autark ...

In Essen bündelt GLS ihre Erfahrungen für einen nachhaltigen Depotbetrieb – und geht zusätzlich neue Wege. Bewährte Maßnahmen wie recycelbare Bauteile, LED-Lampen, eine Regenwassernutzungsanlage sowie eine Wärmepumpe sind integriert. Letztere kann in den heißen Sommermonaten die Luft in den Hallen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen bis zu 4 Grad klimaneutral herunterkühlen.

Dazu wurden die Dächer auf 1.800 Quadratmeter begrünt und mit 880 leistungsfähigen Photovoltaik-Modulen ausgestattet. Das entspricht einer Leistung von 300 Kilowatt-Peak oder 286 Mega-Watt-Stunden pro Jahr. Dank eines zusätzlichen Batteriespeichers in einem 20-Fuß-Container ist eine weitgehend autarke Stromversorgung möglich. Bereits jetzt ist die Anlage darauf ausgelegt, die Paketproduktion an 160 Tagen im Jahr autark von den Essener Stromversorgern zu betreiben. Über einen im Depot installierten Control-Screen kann jeder auf einen Blick erkennen, mit wieviel Prozent selbsterzeugtem Strom GLS im Moment produziert. Etwaiger überschüssiger Strom wird ins Netz eingespeist.

Auch die Ladesäulen für die eFahrzeugflotte werden mit diesem Strom gespeist. Bis Ende nächsten Jahres wird GLS in Essen über 20 Elektrofahrzeuge einsetzen – und damit eine emissionsfreie Zustellung in Essen sicherstellen. Ladesäulen für Fahrzeuge von Besuchern und Mitarbeitern stehen ebenfalls bereit.

„Unsere europaweite Paketdienstleistung soll nicht nur qualitativ hochwertig sein, sondern auch nachhaltig. Daher testen und implementieren wir europaweit immer wieder neue ressourcenschonende und klimaneutrale Lösungen“, so Dr. Karl Pfaff. „Das neue EuropeanEcoHub in Essen hat Modellcharakter für die gesamte Gruppe.“

… und artenreich

Der Standort besitzt noch ein Alleinstellungsmerkmal: Auf 4.875 Quadratmetern Fläche hat GLS ein Großbiotop angelegt. In drei Teichanlagen und verschiedenen Landlebensräumen haben sechs schützenswerte Arten von Molchen, Kröten und Fröschen ihren Platz. Das Biotop zur Arterhaltung wird ebenfalls durch die Regenwassernutzungsanlage bewässert. Mit Wanderbarrieren sind die rund 3.500 Tiere von den Betriebsflächen getrennt.

Im Factsheet finden Sie Zahlen, Daten und Fakten zum Essener GLS-Standort.