• 17-OCT-2018

Die KEP-Branche

Vom „Hidden Champion“ zum Erfolgsfaktor des digitalen Handels
 
„KEP“ steht für „Kurier – Express – Paket“ – und damit für eine hochspezialisierte Branche innerhalb der Logistik. Dabei unterscheiden sich die drei Sparten untereinander (siehe Dokument: K-E-P – was ist was?). Die Paket-Sparte, zu der GLS gehört, entstand unter anderem aus dem Bedarf von Unternehmen nach individualisierbaren und dennoch kostengünstigen Transportlösungen für kleinteilige Sendungen statt Stückgut (siehe Dokument Historie: Vom Postmonopol zum modernen Paketversand]).
 
Heute ist das Wachstum der KEP-Branche – gemessen von 2000 bis 2017 – das höchste aller Branchen, auch der Logistik-Branche insgesamt.[1] Nach Angaben des Branchenverbands BIEK ist allein im ersten Halbjahr 2018 das Sendungsvolumen im deutschen KEP-Markt um 5,9 Prozent gestiegen. Herausragend ist dabei das Wachstum beim Paketversand mit einem Anstieg von 6,0 Prozent. Aber auch die Express- und Kuriersendungen legten im ersten Halbjahr um 5,4 Prozent deutlich zu. Rechnerisch entspricht das mehr als 500.000 transportierten Sendungen täglich. Insgesamt geht der BIEK bis zum Jahr 2022 von einem jährlichen Volumenwachstum von 5,2 Prozent aus.
 
Wachstumsmotor Online-Handel
 
Der anhaltende Boom hat eine klar benennbare Ursache: den Erfolg des E-Commerce. Dieser wiederum wird durch die verstärkte Nutzung des Internets und internetfähiger Mobilgeräte im öffentlichen Leben, in der Wirtschaft und im privaten Alltag begünstigt.
 
Die KEP-Brache stellt praktisch das Rückgrat des erfolgreichen Online-Handels dar. Denn bestellte Waren sollen selbstverständlich möglichst schnell, komfortabel und nachverfolgbar zugestellt werden. Und – falls ein Artikel nicht gefällt – auch wieder zurückgehen.
 
Die Branche muss in diesem Zusammenhang nicht nur die stark wachsenden Paketmengen verarbeiten und den Bedarf an europa- und weltweiten Transporten in der Haus-zu-Haus-Zustellung decken. Sie trifft im Dienst für die meisten Online-Händler auch auf veränderte Bedingungen bei den Empfängern: Privatpersonen sind – im Gegensatz zu B2B-Empfängern – nicht zu bestimmten Zeiten zuhause anzutreffen und erhalten in der Regel nur einzelne Pakete.
 
Die Paketdienste setzen daher auf eine frühzeitige Information beziehungsweise Kommunikation, um möglichst noch vor dem ersten Zustellversuch sicher zu stellen, dass sie das Paket auch abgeben können. Eine besondere Bedeutung haben dabei mittlerweile die PaketShops eingenommen.
 
Zusätzlich bringt der Boom ganz neue Herausforderungen für die Branche mit sich. Immer häufiger trifft sie beispielsweise der Vorwurf, für Staus und erhöhte Feinstaubbelastung in den Innenstädten mitverantwortlich zu sein. De facto betreibt die Branche laut BIEK gerade einmal 0,3 Prozent des gesamten Kraftfahrzeugbestands in Deutschland. Trotzdem treibt die Branche – unter anderen mit eigenen Innovationen – die Entwicklung alternativ betriebener Fahrzeuge an. Im Sinne der Nachhaltigkeit prüft und testet GLS zahlreiche Ansätze für emissionsarme Innenstadt-Zustellung.
 
 
[1] Vgl. BIEK KEP-Studie 2018, Seite 23

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